Minikredit

Geraten Verbraucher kurzfristig in eine finanzielle Notlage, etwa weil eine unvorhergesehene Reparatur oder Anschaffung ansteht, bietet ein Minikredit die Lösung für den finanziellen Notfall. Denn damit lässt sich die Lücke bis zum nächsten Lohn- oder Gehaltseingang schließen.

Ein Minikredit: Was ist das?

Bei einem Minikredit handelt es sich um einen kurzfristigen Kredit über eine vergleichsweise geringe Kreditsumme. Die übliche Spanne liegt meist zwischen 50 und 3.000 Euro, während die Laufzeit bei den meisten Anbietern maximal 60 Tage beträgt. Aus diesem Grund bietet sich der Minikredit für Verbraucher an, die einen Engpass bis zum nächsten Geldeingang auf dem Konto überbrücken müssen.

Minikreditanbieter Vexcash Cashper Targobank Xpresscredit
Erfahrungsbericht zu Vexcash zu Cashper zu Targobank zu Xpresscredit
Effektiver Jahreszins 13,90%, fest 13,90%, fest 8,95%, fest 10,36%, fest
Mindestsumme ab 100 Euro ab 100 Euro ab 100 Euro ab 50 Euro
Neukunden 60 Tage bis 500 Euro 30 Tage bis 600 Euro 180 Tage bis 3000 Euro 60 Tage bis 500 Euro
Stammkunden 180 Tage bis 3000 Euro 30 Tage bis 600 Euro 180 Tage bis 3000 Euro 60 Tage bis 600 Euro
Expressüberweisung Ja, innerhalb von 30 Minuten für 39 Euro Ja, innerhalb von 24 Stunden für 39 Euro Ja, innerhalb von 24 Stunden für 25 Euro Ja, innerhalb von 24 Stunden ab 49 Euro
Trotz Schufa Ja Ja Schufascoreabhängig Ja
Identitätsbestätigung Videoident Verify-U Videoident Verify-U oder Postident
Kostenlose Kreditanfragen

Im Vergleich zu einem klassischen Kredit ist der Antrag auf einen Minikredit mit einem weitaus geringeren Aufwand verbunden, unter anderem entfällt das aufwändige Post-Ident-Verfahren. Bei einem Minikredit braucht der Kreditnehmer hingegen lediglich ein Online-Formular ausfüllen und weiß schon nach wenigen Minuten, ob sein Antrag bewilligt wurde.

Weil die Kunden dieses unkomplizierte Verfahren schätzen und zunehmend Minikredite in Anspruch nehmen, werden diese auch von immer mehr Finanzdienstleistern angeboten. Während diese Form des Darlehens bis vor wenigen Jahren lediglich von Vexcash angeboten wurde, gibt es auf dem deutschen Finanzmarkt inzwischen vier Anbieter. Die Kreditnehmer profitieren davon insofern, als die Zinssätze sinken und die Kreditangebote attraktiver werden. Die Kunden müssen keinerlei Gebühren bezahlen, wenn sie einen Minikredit beantragen. Fällig werden lediglich die Zinsen, die auf einem Niveau von 8,95 bis 14,19 Prozent liegen. Im Vergleich zum klassischen Ratenkredit, der bereits ab 2,9 Prozent erhältlich ist, handelt es sich also um ein relativ hohes Zinsniveau.

In besonders dringenden Fällen können die Kreditnehmer auf minikreditsofort.com einen Minikredit mit Sofortauszahlung in Anspruch nehmen. Beispielsweise wird die Expressauszahlung im Rahmen von zusätzlichen kostenpflichtigen Services angeboten. Diese Möglichkeit gibt es bei allen Anbietern.

Die Vor- und Nachteile eines Minikredites

Dass die Beantragung äußerst einfach ist und der Antrag schnell bearbeitet wird zählt neben der schnellen Verfügbarkeit wohl zu den größten Vorteilen eines Minikredites. Positiv für den Kreditnehmer sind zudem die Tatsachen, dass Minikredite selbst bei negativen Schufa-Einträgen vergeben werden und diese den Schufa-Score nicht beeinflussen. Demgegenüber stehen auch einige Nachteile. Dazu gehören vor allem die hohen Zinsen und Gebühren für zusätzliche Leistungen. Auch die äußerst kurze Laufzeit fällt negativ ins Gewicht.

Diese Anforderungen müssen Kreditnehmer erfüllen

Wer einen Minikredit beantragen möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und ein Einkommen von 600 Euro oder mehr vorweisen können. Eine weitere Voraussetzungen ist der feste Wohnsitz in Deutschland. Diese Anforderungen können sich aber von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. So beträgt das Mindestalter bei Cashper 21 Jahre.

Wer kann einen Minikredit beantragen?

Während der klassische Ratenkredit meist nur von Vollerwerbstätigen in Anspruch genommen werden kann, ist der Minikredit auch für ein anderes Kundenklientel möglich. So umfasst etwa das Angebot von Vexcash und Cashper unter anderem Minikredite für Auszubildende oder Studenten. Auch diese können also kurzfristig einen Engpass überbrücken und müssen nicht auf die Alternative Auszubildenden- oder Studentenkredit zurückgreifen – den hiermit würden sie ihren finanziellen Spielraum über einen vergleichsweise langen Zeitraum beschneiden. Weiters können auch Beamte sowie Rentner von der Möglichkeit, kurzfristig zu Geld zu kommen, Gebrauch machen.

Wann wird der Minikredit verweigert?

Das bedeutet allerdings nicht, dass auch wirklich jeder einen Minikredit bekommt. Zu den Ausschlusskriterien gehören laufende Insolvenzverfahren ebenso wie ein gerichtlicher Lohn- und Pfändungsbeschluss und eine abgegebene eidesstattliche Versicherung. Sollte ein Haftbefehl gegen den Interessenten vorliegen, wird der Minikredit ebenfalls grundsätzlich verweigert.

Fehlt der Nachweis über das feste und geregelte Einkommen, können es sich Verbraucher ebenfalls sparen, den Antrag auszufüllen. Das betrifft etwa Arbeitslose, weil diese meist keine ausreichende Bonität besitzen. Somit trägt der Finanzdienstleister ein zu großes Ausfallrisiko.

Zusätzliche Angebote der Finanzdienstleister

Neben dem Minikredit an sich bieten die Finanzdienstleister zusätzliche Leistungen an. Diese unterscheiden sich allerdings von Anbieter zu Anbieter, sind jedoch grundsätzlich kostenpflichtig. Hier die Zusatzleistungen im Überblick:

Die Expressbearbeitung nehmen Kunden in Anspruch, wenn sie eine bevorzugte Bearbeitung ihres Antrages wünschen und möglichst schnell über den Ausgang der Entscheidung informiert werden möchten. In diesem Fall lohnt es sich für die Betroffenen, die Expressbearbeitung zu buchen, welche die bevorzugte Bearbeitung gewährleistet. Diese Option kostet bei den verschiedenen Anbietern zwischen 25 und 49 Euro.

Wird das Geld sehr schnell gebraucht, bieten die Finanzdienstleister den Service der Blitzüberweisung den sogenannten Blitzkredit. In diesem Fall wird der genehmigte Betrag noch am Tag der Antragstellung auf das Konto des Kunden überwiesen. Dieser hat das Geld also schon wenige Stunden später zur Verfügung. Weil diese Leistung mit 30 bis 50 Euro relativ viel kostet, lohnt diese sich nur, falls das Geld extrem schnell gebraucht wird.

Sollte der Kreditnehmer den geliehenen Betrag nicht in einer Summe zurückzahlen können, gibt es bei den meisten Anbietern eine 2 Raten-Option. Für diese Möglichkeit werden zwischen 40 und 50 Euro berechnet.

Kreditnehmer, die einen schlechten Schufa-Score haben und von ihrer Hausbank kein Geld mehr bekommen, können das Boni+ Paket hinzu buchen, um den Minikredit zu erhalten. Allerdings sollten die Betroffenen vor der Beantragung die Gebühren vergleichen. Diese unterscheiden sich nämlich teilweise gravierend.

Wann ist der Minikredit eine gute Alternative?

Der Minikredit bietet sich für Verbraucher an, die kurzfristig einen finanziellen Engpass schnell und unkompliziert wie ähnlich einem Überziehungskredit überbrücken möchten. Beispielsweise, wenn das Geld gegen Ende des Monats knapp wird oder eine unvorhergesehene Ausgabe ins Haus steht. Für reine Konsumausgaben eignet sich der Minikredit dagegen nicht. In diesem Fall sind Raten- oder Consumerkredite dank günstigerer Zinsen und längerer Laufzeiten die bessere Alternative – folgende Beträge sind besonders beliebt:

Das Geschäftsmodell der Minikredit-Spezialisten

Finanzdienstleister, die sich auf die Vergabe von Minikrediten spezialisiert haben, verfolgen ein grundsätzlich anderes Geschäftsmodell als Banken und Finanzdienstleister, die klassische Kredite vergeben. Denn obwohl der effektive Jahreszins zwischen 13 und 14 Prozent liegt und damit sehr hoch ist, fallen wegen der kurzen Laufzeiten nur geringe Zinsen an. Wer beispielsweise einen Betrag von 500 Euro für 30 Tage zu einem Zinssatz von 14,9 Prozent pro Jahr aufnimmt, bezahlt lediglich 6,12 Euro an Zinsen, was den Verdienst der Anbieter eben empfindlich einschränkt. Deshalb bieten diese Finanzdienstleister auch ihre kostenpflichtigen Zusatzleistungen an. Die Gebühren, welche für die schnelle Bearbeitung oder Überweisung berechnet werden, übersteigen die anfallenden Zinsen meist um ein Vielfaches.

Beispielsweise berechnet Vexcash den Kunden für die Express-Option einen Betrag von 39 Euro. Weil sich das Darlehen für den Kreditnehmer damit erheblich verteuert, ergibt sich daraus auch so manche Gefahr. Das sollten die Kunden in jedem Fall bedenken, bevor sie den Antrag für einen Minikredit ausfüllen.

Diese Gefahren sind mit dem Minikredit verbunden

Die Kreditnehmer sollten in jedem Fall bedenken, dass sie die Buchung von Zusatzleistungen zum Minikredit teuer zu stehen kommen kann. Weil für die zusätzlichen Leistungen hohe Gebühren verlangt werden, steigen für den Kunden in diesem Fall die Kosten für den Kredit enorm an. Der Kreditnehmer sollte also schon im Vorfeld gut überlegen, ob er Zusatzleistungen benötigt und wenn ja, welche. Vor allem für Verbraucher mit chronischen Geldnöten stellt der Minikredit eine denkbar schlechte Alternative dar, weil sie sich damit nur noch weiter in Richtung Schuldenfalle bewegen. Oft können sie den Minikredit nämlich nicht oder nur sehr schwer zurückzahlen. Der Kurzkredit sollte deshalb nur von Verbrauchern in Anspruch genommen werden, welche dies auch pünktlich und zuverlässig tilgen können. Für die Betroffenen wird dieses Problem auch deshalb verschärft, weil den Minikredit selbst Verbraucher bekommen, die anderweitig nicht mehr kreditwürdig sind. Denn in den meisten Fällen haben Banken und Kreditinstitute gute Gründe dafür, einen Kreditantrag abzulehnen. Die Kreditnehmer sollten sich vor der Unterschrift unter den Vertrag außerdem vergewissern, dass sie keine versteckten Kosten erwarten. Auch die Datenschutzbestimmungen der diversen Anbieter sollten gründlich durchgelesen werden.

Was unterscheidet den Minikredit vom klassischen Kredit?

Der Minikredit unterscheidet sich in mehreren Punkten vom klassischen Ratenkredit. Dazu gehören neben der Kreditsumme und -laufzeit auch die Höhe der Zinsen sowie die Bearbeitungszeit. Während für den Minikredit die maximale Obergrenze bei Targobank 3.000 Euro liegt, werden klassische Kredite in seltenen Fällen nicht unter dieser Grenze vergeben. Während die Laufzeit eines klassischen Kredites zwischen 12 und 144 Monaten liegen kann, sind beim Minikredit maximal 60 Tage möglich. Wegen dieser extrem kurzen Laufzeit fallen auch die hohen Zinsen nicht gravierend ins Gewicht.

Die Beantragung eines Minikredites erfolgt schnell und unkompliziert über ein Online-Formular und ist mit einem nur geringen Aufwand verbunden. Für die Beantragung eines Ratenkredites hingegen benötigt der Kreditnehmer diverse Dokumente, bevor er den Antrag via Post-Indent an den Finanzdienstleister schickt. Auf den Bescheid, ob der Antrag bewilligt oder abgelehnt wurde, muss er anschließend oft mehrere Tage warten, während er dies beim Minikredit bereits nach wenigen Minuten erfährt.

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Wann ist der Minikredit die bessere Alternative als ein Ratenkredit?

Welche Art von Darlehen für den Verbraucher die bessere Alternative darstellt, hängt von folgenden Faktoren ab: Kreditsumme und -laufzeit und Verfügbarkeit. In diesen Fällen ist der Minikredit die bessere Alternative:

Der Kreditnehmer benötigt lediglich einen Betrag zwischen 50 und 3.000 Euro. Weil die übliche Untergrenze für einen klassischen Ratenkredit bei 1.000 Euro liegt, haben die Betroffenen also nur die Wahl zwischen Pfandkredit und Minikredit.

Weil die Beantragung eines Minikredites äußerst schnell und unkompliziert erfolgt, ist der Minikredit für Verbraucher interessant, die schnell Geld brauchen. Denn im günstigsten Fall dauert es nur wenige Stunden, bis das Geld auf dem Konto ist. Beim Ratenkredit hingegen steht das Geld erst nach mehreren Tagen zur Verfügung.

Wer nur einen kurzfristigen Engpass überbrücken muss, ist mit einem Minikredit dank der kurzen Laufzeit von bis zu 60 Tagen ebenfalls besser beraten. Denn die Untergrenze der Laufzeit liegt beim Ratenkredit bei zwölf Monaten.

Gibt es auch Alternativen?

Der Pfandkredit bietet Verbrauchern ebenfalls die Möglichkeit, um sehr kurzfristig Geld zu erhalten. Pfandkredite werden entweder vom örtlichen Pfandhaus oder online von iPfand vergeben. Dieser bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass die Gebühren des Pfandleihers in der Regel höher sind als die Zinsen des Mikrokredits. Um den Pfandkredit überhaupt in Anspruch nehmen zu können, müssen die Kreditnehmer einen Sachwert hinterlegen. Der Pfandleiher schätzt den Wert dieses Gegenstandes und zahlt den entsprechenden Betrag aus. Dieser Schätzbetrag liegt in den meisten Fällen allerdings unter dem tatsächlichen Wert. Vielfach beleiht der Pfandleiher sogar nur die Hälfte des reellen Wertes. Das und die Tatsache, dass die Gebühren bis zu 40 Prozent des Betrages ausmachen können, machen den Pfandkredit zu einem der teuersten Darlehen überhaupt.

Dennoch bietet der Pfandkredit dem Kreditnehmer einige Vorteile. So ist es für den Verbraucher der schnellste Weg zum dringend benötigten Geld, sofern sich ein Pfandhaus in der Nähe befindet. Die Kunden des Pfandhauses müssen auch keinen Antrag ausfüllen und der Pfandleiher stellt auch keine Abfrage bei der Schufa. Zusätzliche Kriterien müssen ebenfalls nicht erfüllt werden. Verbraucher, die den Pfandkredit in Anspruch nehmen wollen, dürfen lediglich ihren Personalausweis nicht vergessen. Als weiterer Vorteil gilt, dass sich die Kreditnehmer nicht verschulden. Schließlich hinterlegen sie im Gegenzug für das Geld einen Wertgegenstand im Pfandhaus.

Wer von den Minikredit-Anbietern abgelehnt wird, hat dennoch die Möglichkeit, kurzfristig an Geld zu kommen. Sie haben die Möglichkeit, sich an das Online-Pfandhaus iPfand zu wenden. Dieses vergibt Pfandkredite in einer Spanne von 500 Euro bis hin zu einer Million Euro.

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